Mind the Gap

Communication concept

Stell dir vor du bist im Flow. Du fühlst dich Eins mit deinen Gedanken und Gefühlen und die Bilder in deinem Kopf formen sich in Windeseile zu neuen Realitäten. Deine Neugierde veranlasst dein Gehirn zur Produktion unzählig neuer Ideen und du fühlst dich stark, lebendig und wohl, denn ein neues Projekt steht vor der Tür und will von dir realisiert werden.

Du erzählst einem Freund begeistert von deinen Vorhaben und mit ordentlich TAMTAM haut dich der Kommentar deines Gegenübers schmerzhaft aus deinem wunderbaren Zustand der Lebendigkeit. Darauf hin fängst du an zu Grübeln und zerlegst dein Vorhaben in Kleinteile, bis nichts mehr davon übrig ist. Vielleicht wächst dein innerer Schweinehund sogar zum bissigen Wachhund heran, so dass du einerseits handlungsunfähig wirst, dafür deine Gedanken und Gefühle aber Karussell fahren. Dem nicht genug ist heute vielleicht auch noch ein guter Tag, um dich für dein Verhalten zu verurteilen. What a Happy Day!

„Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen, ist derselbe Unterschied, wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.“ (Mark Twain)

Kennst Du solche Situationen? Was passiert da? Wieso lassen wir uns so leicht von unseren Vorhaben abbringen und sind plötzlich verunsichert, obwohl wir Sekunden zuvor noch selbstsicher und begeistert im Tun waren?

Ich denke, dass uns in solchen Situationen unsere Empathie und Telepathie aus unserem lebendigen Zustand des Seins hinauskatapultieren. Ich schätze diese so wunderbaren Begabungen sich in Menschen hineinversetzten zu können, ebenso wie die Gabe andere Menschen vorbehaltlos zu verstehen. Auch ist es wertvoll, berührend und nützlich, die Sorge und Nöte anderer Menschen fühlend teilen zu können, aber an so manchem Tag stehen wir uns damit selber im Weg!

Nämlich dann, wenn die Gedanke und Gefühle der Anderen sich in unseren Köpfen breit machen dürfen und dafür sorgen, dass wir Gedanken-Karussel fahren, mit deren Inhalt und Bildern sich leicht ein passabler Hollywoodstreifen produzieren liesse.

Empathie und Telepatie mögen Flow und stressfreie Situationen

Emphatische und telepatische Menschen sind verständnisvoll, einfühlsam und als harmonisierende Vermittler gern gesehen und geschätzt. Sie sind anpassungsfähig, haben einen guten Überblick und sind zudem intelligent, um ihre Empathie und Telepathie an der richtiger Stelle auch zu ihrem Vorteil zu nutzen. Gut und schön, doch jede Medaille hat zwei Seiten.

Empathie und Telepathie funktionieren nämlich besonders gut, wenn wir in unserer Kraft stehen, zentriert sind und uns mit uns selbst im Reinen fühlen. Blöd daran finde ich, dass sie (Empathie und Telepathie) an solch besagten Tagen offenkundig nichts Besseres zu tun haben, als die Gedanken und Gefühle anderer Menschen in unsere Köpfe einzuladen und uns in irgendeiner Form zur Pause zwingen. So als wollten sie unseren Willen prüfen und unserer Bereitschaft stärken, uns für uns und unsere Vorhaben einzusetzen.

„Freiheit ist die Fähigkeit, eine Pause zu machen zwischen Auslöser und Reaktion.“ (Rollo May)

 

Mind the Gap! – Pausen sind Lücken, in denen du deine Wahlmöglichkeiten erkennen kannst!

Wer kennt sie nicht, die gefühlten ´zig Stunden PAUSE des Grübelns, Abwägens, Vergleichens, Auseinanderpflückens und wieder Zusammensetzens, Spazierengehens und Meditierens. Die Pausen in denen wir uns mit unseren Schattenseiten auseinandersetzen und uns selbst auf Herz und Nieren prüfen, bis wir wieder im Lot sind und wissen, wie wir voran schreiten wollen.

Die Pausen die uns aufzeigen, dass Empathie und Telepathie so selbstverständlich in unser Leben gehören wie die Luft zum Atmen. Die Pausen, die uns erkennen lassen, dass wir im kreativen Flow des Schaffens (wahrnehmungs-)offen, stressfrei und im Fluss sind, aber aufgrund unserer Empfänglichkeit auch besonders empfindsam und verletzlich gegenüber dem Gedanken, Emotionen und Worten anderen Menschen sind.

Die Pausen, die uns persönlich weiterbringen und uns daran erinnern, dass die Gedanken und Gefühle anderer Menschen zur mancher Zeit einfach NICHTS in unseren Köpfen zu suchen haben, sondern wir unsere Empathie und Telepatie zur Umsetzung unserer eigenen Vorhaben nutzen sollten.

„Es steht uns immer frei, entsprechend jener Zukunft zu handeln, die wir uns schaffen wollen.“ (Heinz von Forester)

In diesem Sinne wünsche ich auch Dir einen guten Flow und zudem die Kraft, zur rechten Zeit andererleuts Gedanken und Gefühle aus Deinem Kopf rauszulassen, dafür aber jede Menge Empathie für Dich selber zuzulassen.

Herzlichst,

Deine Sabine

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