HEUTE – HIER – JETZT

 

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Visionen und Ziele sind Triebfedern für unsere persönliche Weiterentwicklung. Mit Ihnen entscheiden wir in welche Richtung wir uns entwickeln möchten.

Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden. (Johann W. Von Goethe)

Doch auch wenn wir unsere Wünsche kennen und darüber hinaus diese bereits zu konkreten Zielen formuliert haben, so fällt es den meisten Menschen relativ schwer, ihre Ziele vor Augen zu halten und konsequent zu verfolgen. In diesem Zusammenhang ertappe auch ich mich immer wieder dabei in Gedanken der Zeit voraus zu eilen. Ebenso will ich nicht abstreiten hin und wieder in Gedanken der Vergangenheit hinterher zu hängen. Doch was ist mit der Zeit dazwischen? Wir wechseln in unseren Gedanken zwischen Vergangenheit und Zukunft, doch die schwierigste Lektion scheint die, im Hier und Jetzt präsent zu sein. Dies wird umso schwieriger wenn wir im Stress sind und uns Dinge gefühlt über den Kopf wachsen.

Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt. (Leo Tolstoi)

Die Gegenwart zur Reflexion vergangener Erfahrungen zu nutzen ist wichtig. Im Rückblick haben wir die Chance zu verstehen, wann und warum wir gefühlt, gedacht und gehandelt haben, wie wir es taten. So können wir unsere gegenwärtige Situation verstehen und leichter nachempfinden, dass uns unser Handeln in der Vergangenheit zu dem Menschen gemacht hat, der wir jetzt sind.

Wenn wir uns bewusst machen, dass unsere Vergangenheit damals unsere Gegenwart war, so verstehen wir, dass es unser Handeln ist, das uns zu dem werden lässt, was wir in der Zukunft sein werden.

Meine Betonung liegt auf dem sein werden und nicht sein können. Die Auseinandersetzung mit dem sein können hilft uns, unsere Wünsche zu benennen und unsere kleinen und großen Ziele zu bestimmen. Dass, was wir zukünftig jedoch sein werden, ergibt sich durch unsere Handlungen in der Gegenwart. So far, so good! Wäre da nicht die Tatsache, dass die meisten unserer Handlungen unbewusst passieren.

Allgemein basieren unsere Handlungen auf Gefühlen, solange uns diese Gefühle bewusst sind und wir sie konstruktiv einbeziehen, läuft alles zufriedenstellend, zumindest nachvollziehbar. Irritierend wird es bei unbewusst stattfindenden Handlungen, wie zum Beispiel Routinehandlungen oder Verhaltensweisen, die wir uns in frühen Jahren angeeignet haben, um schmerzhafte Situationen wie Angst, Mißerfolge o.ä. erneut zu vermeiden. An dieser Stelle können uns unsere Gefühle – beim Verfolgen unserer Ziele – einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen, denn es sind unsere Gefühle, die sich entweder als Gaspedal oder Bremse für unsere Handlungen in der Gegenwart ausdrücken.

Um zukünftig der Mensch zu sein, der wir sein wollen, ist es also wichtig, beflügelnde, befriedende und erfüllende Gefühle im Hinblick auf unser zukünftiges Ziel in uns wach zu rufen. Gefühle, die uns gegenwärtig so handeln lassen, dass sie unserem zukünftigen Ziel entsprechen. Denn paradoxer Weise sind wir trotz aller Erfahrungen in der reinen Gegenwart auch wie ein leeres Buch, ein Buch voller weißer Seiten, die neu beschrieben werden wollen.

Die Kunst besteht darin, die Zukunft gedanklich zur Gegenwart zu machen , dabei unsere Erfahrungen bewusst einfließen zu lassen und die leeren Seiten  unseres Lebens zu beschreiben.

Sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen ist notwendig, um der zu werden, der wir sein können. Der Zukunft in Gedanken vorauszueilen, ohne konkrete Handlungen in der Gegenwart durchzuführen, bringt uns unserem Ziel definitiv nicht näher. Ebenso wird es sein, wenn wir unsere vergangenen Erfahrungen ignorieren oder uns weigern aus persönlichen Misserfolgen eine positive Lehre zu ziehen.

Um der Mensch zu werden, der wir SEIN WOLLEN ist es wichtig JETZT so zu fühlen und  zu handeln, als wären wir bereits unser „zukünftiges Ich“ Natürlich nur in dem Maße, wie es unsere gegenwärtige Situation ermöglicht, alles andere wäre wiederum Selbstsabotage.

Wir alle DÜRFEN jetzt SOFORT anders LEBEN als zuvor!

Geben wir uns diese Erlaubnis nicht, so werden wir es auch nicht schaffen JETZT ANDERS zu HANDELN. Geben wir uns diese Erlaubnis, so werden wir Sekunde für Sekunde, Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag und Jahr für Jahr zu dem Menschen, der wir sein wollen und in unserem Innersten bereits sind.

Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden. (Thich Nhat Han)

Dies mag kein leichter, bestimmt aber ein erlebnis- und erkenntnisreicher Weg sein, der uns zudem unserer persönlichen Erfüllung nahe bringt.

Gegenwärtige Grüße, Deine Sabine

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